Architektur erlebbar machen – für alle Beteiligten

Ob Pädagogen, Planerinnen, Architekten oder Bestellerinnen, aber auch die Endnutzer – Schüler und Lehrerinnen – alle haben ganz eigene Bedürfnisse, wenn es um Lernräume geht.

Ästhetik, Effizienz, Nützlichkeit. Wo der Fokus liegt, wenn es um die Innenräume in Schulen und Bildungsinstitutionen geht, kommt darauf an, wer das Ganze betrachtet.

Das Ziel der” Architektur-Lern-Labors" an der Swissdidac Bern ist es, den Dialog zwischen den Fachwelten Planer und Pädagogen in der Schweiz zu fördern.

Was zeichnet einen optimalen Lernraum aus? Welche kreativen baulichen Lösungen können auf dringende Bildungsprobleme reagieren? Oder: Wie flexibel müssen Lernumgebungen wirklich sein, um auf pädagogische Entwicklungen reagieren zu können? Wir möchten den dringendsten Fragen auf den Grund gehen und das Ganze von Vertretern der beiden Disziplinen diskutieren lassen.

Labor 1: zugehört & hingeschaut!

Eine Deckenkonstruktion, die technische und gestalterische Herausforderungen löst.

Die Akustik ist eine omnipräsente Herausforderung, wenn es um Lernräume geht. Die Problematik? Die beteiligten Akteure haben unterschiedliche Bedürfnisse. Konfrontiert sind mit der Akustik alle – es sind jedoch jedes Mal individuelle Aspekte, die beachtet werden wollen.

Technologie trifft Design

Während die Pädagogen und Pädagoginnen sich beim Thema Akustik am liebsten voll und ganz aufs Hören konzentrieren, möchten die Architekten und Architektinnen auch etwas fürs Auge bieten. Eine Deckengestaltung, die die technischen Herausforderungen löst und gleichzeitig in moderner Formensprache daherkommt, das ist das Ziel.

Das Labor “zugehört & hingeschaut” zeigt die Umsetzung einer Deckengestaltung, mit welcher auf verschiedenste Lernsituationen in unterschiedlichen Lernzonen reagiert werden könnte. Minimaler Aufwand, einfache Mittel und günstiges Material sollen aufzeigen, dass es möglich ist, auf simple Art und Weise von der Norm abzuweichen und einen gestalterischen Hingucker zu kreieren, ohne dabei die technischen Aspekte zu vernachlässigen.

Labor 2: mitgedacht!

Was ein Lernraum alles sein kann – Sichtweisen und Blickwinkel niedergeschrieben.

Die “Big Question”, um die es hier geht: Was macht für mich einen idealen Lernraum aus? Unabhängig davon, in welcher Zielgruppe man sich befindet – (ehemalige) Schüler, (angehende) Lehrerinnen, erfahrene Planer oder kompetente Pädagoginnen – die Antworten sollen die unterschiedlichsten Sichtweisen kombinieren und einen Pool schaffen, der subjektive Erfahrungen und fachliche Kompetenzen verbindet.

Zwei Welten – eine Wolke

Die interdisziplinäre Gegenüberstellung der Antworten soll verdeutlichen, wie unterschiedlich die Anforderungen an Lernraumgestaltung sein können, aber auch, wie ähnlich die Wahrnehmung von Pädagoginnen und Planern sein kann. Das Ziel ist es, einen angeregten Dialog zu entfachen.

Fassbare Gedanken, aufgehängt als inspirierende Denk-Wolke, die sich über die Messetage stets weiterentwickelt. Ein Werk in motion, in work, in progress, das so die gesamte Thematik widerspiegelt. Eine Thematik, die nicht statisch ist, sondern sich immer bewegt und verändert. Das Labor soll ein Ort zum Verweilen und Diskutieren sein.

Die Big Question umfasst zahlreiche kleinere Fragen und unterteilt das Thema in verschiedene Teilbereiche. Basis ist ein umfassender Fragenkatalog, der von den Anwesenden beantwortet werden soll. Ernste und weniger ernste Fragen verlangen nach witzigen und weniger witzigen Antworten. Es soll möglich werden, die Herausforderungen für innovative Lernumgebungen präziser und auf den Punkt zu formulieren.

Die Denk-Wolke soll nach der Messe nicht verblassen, die gewonnenen Erkenntnisse werden im Anschluss zu einem Gesamtergebnis verarbeitet. Das Ergebnis soll einerseits eine Datenbank mit Vorstellungen und Ideen sein, die den Architekten und Architektinnen für ihre Entwürfe aber auch der öffentlichen Hand zugänglich gemacht werden soll. Andererseits ist die Idee, dass der Output auch für die Gestaltung zukünftiger Swissdidac Ausgaben dienen soll.

Labor 3: aufgepasst!

Das renommierte Schweizer Architekturbüro GWJ stellt ausgewählte Bildungsbauprojekte vor.

Die Schule ist nicht mehr länger nur Lern- und Lehrort, sondern auch Ort der Integration, der Kommunikation, der Begegnung, der Verpflegung und vieles mehr. Die Schule und die Anforderungen an die Bildung verändern sich permanent - im Gegensatz zu den langen Lebenszyklen der Schulbauten.Da stellt sich die Frage, welche Raumkonzepte zukunftsfähig sind und ob sie die pädagogischen und betrieblichen Anforderungen in geeigneter Weise unterstützen – heute wie auch morgen.Im Gegensatz zu früher ist heute nicht mehr ohne weiteres klar, welche Räume die Schule für eine erfolgreiche Zukunft braucht. Dadurch gewinnen die Aspekte wie Adaptierbarkeit, Identität und Aneignung an Bedeutung.

Wie kann man den Planungs- und Entwurfsanforderungen gerecht werden und gleichzeitig die kreativen Möglichkeiten von Architekten nicht einschränken? Es ist eine Herausforderung, klare und umfassende Bestellungen für Schulräume zu formulieren und gleichzeitig die gestalterische Freiheit zu gewährleisten. Es geht darum, neue, innovative Ansätze zu entwickeln, die die Bedürfnisse auf allen Seiten befriedigen können.

Wie diese Herausforderung angenommen werden kann, wird landesweit in vielen Gemeinden, Städten, kantonalen Schulämtern sowie Planungsbüros und Architektengruppen diskutiert. Zeit also, dem Ganzen aktiv auf den Grund zu gehen. Dafür werden konkrete Fragestellungen formuliert und diese dann anhand von realen Bauprojekten beleuchtet.

  • Welche Raumkonzepte sind zukunftsfähig und unterstützen die pädagogischen und betrieblichen Anforderungen in geeigneter Weise?
  • Wie integriert sich ein Bildungsbau in ein Quartier?
  • Antworten auf unterschiedliche Stufen?
  • Wie schafft man Identität und gute Erinnerungen?
  • Die Schule wandelt sich zu einer Art zweitem Zuhause. Wie wird man dem gerecht?
  • Gibt es das traditionelle Schulzimmer (noch)?

Es braucht einen offenen Austausch, um zu passenden Antworten zu kommen. Und genau diesen Austausch soll es in Form eines offenen Forums an der Swissdidac Bern geben.

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Swissdidac & Worlddidac Bern
21. - 23. November 2023

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